Gewinnung von Nabelschnurblut zur Stammzelltherapie
Dr. med. Clemens Liebrich - Gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung, Klinikum der Stadt Wolfsburg
Das ist Anna.
Bereits nach 10 Monaten schon 150x Nabelschnurtransplantat nach Dresden verschickt.


Stammzellgewinnung aus der Nabelschnur
Die doppelte Lebensspende

Diese Möglichkeit der Stammzellgewinnung durch die Nabelschnurblutbank Dresden an der Medizinischen Klinik I der Universitätsklinik Dresden gibt es bereits seit 1997. Seit Januar 2001 ist das Klinikum der Stadt Wolfsburg neben Dresden, Berlin, Bautzen und Erlabrunn eine der Kooperationskliniken der DNS-BB Nabelschnurblutbank. Gefördert wird dieses - ausschließlich aus Spendengeldern finanzierte Projekt - von der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Für Wolfsburg kommen noch die VOLKSWAGEN AG und "Wolfsburg hilft e.V." hinzu.


Der Ablauf am Entbindungstag:

Am Entbindungstag wird der werdenden Mutter für Routineuntersuchungen zunächst etwas Blut (ca. 20 ml) entnommen. Nach der Geburt des Babys wird die Nabelschnur abgeklemmt und das Baby abgenabelt. Der Rest der Nabelschnur, sowie die Placenta, wird nicht mehr benötigt und wurden bislang vom Krankenhaus entsorgt.

Bei der Stammzellgewinnung wird nach dem Abklemmen die Nabelschnur punktiert. Das in der Nabelschnur bzw. in der Placenta enthaltene Blut (60 – 100 ml) wird entnommen und in einem Beutel gesammelt. Für das Baby oder die Mutter besteht zu keinem Zeitpunkt ein Nachteil oder eine Gefahr. Der Vorgang zur Gewinnung des plazentaren Restblutes dauert ca. 5-10 Minuten.

 

Der Transport und die Einlagerung der Stammzellen:

Wurde eine ausreichende Menge an Blut (mind. 50 ml) aus der Nabelschnur gewonnen, wird der Beutel mit einem Kurier innerhalb von max. 45 Stunden in Dresden, einer der modernsten Forschungseinrichtungen Europas, angeliefert. Dort wird das Nabelschnurblut typisiert, d.h. die Gewebemerkmale werden bestimmt. Die Stammzellen werden aus dem Blut isoliert und anschließend bei minus 180 °C in flüssigem Stickstoff eingefroren.

Die Stammzellen werden nun so lange aufbewahrt, bis ein Patient gefunden wird, der die gleichen Gewebemerkmale aufweist. Wenn dies der Fall ist, können die Zellen aufgetaut und dem Patienten zur Verfügung gestellt werden.

Alle gewonnenen Informationen, zum Beispiel die persönlichen Daten, unterliegen der Schweigepflicht und werden nur anonym im Rahmen des zentralen Datenaustausches weitergegeben. Sie werden streng vertraulich behandelt.

 

Welche Gründe gibt es, die eine Stammzellgewinnung aus der Nabelschnur verhindern?

 

Ab sofort können sich Interessierte entweder über das Vereins-Telefon 0 53 62 – 33 32 oder während der Kreißsaalbegehung im Klinikum der Stadt Wolfsburg jeden 1. + 3. Donnerstag des Monats um 19.00 Uhr informieren. Des weiteren wurden fast alle Gynäkologen und Hebammen in Wolfsburg mit Informationsbroschüren und Plakaten ausgestattet.

Gewinnung von Nabelschnurblut zur Stammzelltherapie
Dr. med. Clemens Liebrich - Gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung, Klinikum der Stadt Wolfsburg
Das ist Anna.
Bereits nach 10 Monaten schon 150x Nabelschnurtransplantat nach Dresden verschickt.